Der Bezirk Murtal ist die Bauernbund-Hochburg in der Steiermark

Von einem hohen Niveau ausgehend hat der Steirische Bauernbund bei der Landwirtschaftskammerwahl 2016 steiermarkweit zwar einen Verlust an Stimmen und Mandaten hinnehmen müssen ist aber mit fast 70 Prozent der Stimmen weiterhin die gestaltende Kraft in der Interessensvertretung. Der Bauernbund des Bezirkes Murtal hat unter dem Spitzenduo DI Leonhard Madl (St. Margarethen) und Martin Poier (Pusterwald) beim Bezirkskammergebnis fast 80 Prozent-Zustimmung erhalten und damit im Vergleich mit den restlichen Bezirken steiermarkweit das beste Ergebnis erreicht.

Die steirische Nummer eins ist der Bezirk Murtal auch was die Wahlbeteiligung betrifft. In den 20 Gemeinden des Bezirkes Murtal traten fast 56,4 Prozent (Land: 39 Prozent) der Wahlberechtigten den Urnengang an. In der Bezirkskammer sind damit künftig 13 Bauernbund sowie jeweils ein UBV- und FPÖ-Mandatar vertreten. Die SPÖ-Bauern sind am Wiedereinzug gescheitert. Angeführt von Kammerobmann DI Leonhard Madl und seinem Stellvertreter Martin Poier sind künftig für den Bauernbund Karl Egger (St. Marein-Feistritz), Alex Leitner (Obdach), Michael Puster (St. Margarethen), Matthias Grasser (Fohnsdorf), Peter Kargl (Gaal), Thomas Fratzl (Pölstal), Bernhard Kleemair (Seckau), Franz König (Weißkirchen), Herbert Grangl (Lobmingtal) und Karin Forcher (St. Peter/Judenburg) als Bezirkskammerräte tätig. Im Bauernparlament auf Landesebene ist der Bezirk Murtal unter den insgesamt 30 Bauernbund-Mandataren künftig mit ÖR Matthias Kranz (Spielberg), Martin Kaltenegger (Fohnsdorf) und DI Leonhard Madl (St. Margarethen) vertreten. Alle Bauernbund-Mandatare sind Garanten dafür, dass sie ab sofort und weiterhin mit voller Kraft und vollem Elan für eine gute Zukunft der heimischen Bauernschaft Hand anlegen werden.

 
Ergebnis-Murtal: STBB: 79,49 % (13 Mandate), SPÖ: 4,20 % (0 Mandate), UBV: 6,95 % (1 Mandat), FPÖ: 9,36 % (1 Mandat)
 
 
Stimmen zum Wahlergebnis im Bezirk Murtal:
 
Spitzenkandidat GR DI Leonhard Madl:
 
„Vorweg bedanke ich mich bei allen Bäuerinnen und Bauern die dem Steirischen Bauernbund die Stimme gegeben haben. Das Ergebnis war sehr positiv, wir sind innerhalb des Bauernbundes Steiermark-Sieger sowohl was die Stimmen als auch die Wahlbeteiligung betrifft. Ich habe mich zum ersten Mal um dieses Amt beworben und ich denke dass die Stimmen auch Vorschußlorbeeren enthalten. Jetzt heißt es Gas geben für die Bäuerinnen und Bauern in die „Fuaßn“ steigen und dem Team an insgesamt 15 Kammerräten ein tolles Programm für die Bäuerinnen und Bauern aufzustellen.“
 
Landeskammerrat ÖR Matthias Kranz:
„Die Judenburger und die Knittelfelder haben zusammengehalten und am Ende ist es mit rund 80 Prozent das beste Bauernbund-Ergebnis in der Steiermark geworden. Es ist auch schön, dass unser Bezirk auch bei der Wahlbeteiligung vorne liegt. Das ist Demokratieverständnis und ich bedanke mich persönlich bei allen die zur Wahl gegangen sind und natürlich ganz besonders bei jenen die den Steirischen Bauernbund als Anwalt des ländlichen Raumes wieder gewählt haben. Leonhard Madl hat mit Martin Poier und den restlichen Kammerräten ein gutes Team und ich finde es großartig, dass es hier im Murtal wieder eine junge Mannschaft gibt die sich für die Bäuerinnen und Bauern einsetzt. Auf Landesebene haben wir uns auch großartig geschlagen und ich selbst habe jetzt einen neuen Spielplatz in Graz und vielleicht auch in Wien. Es gibt keine Wahl wo es für eine Vertretung fast 70 Prozent-Zustimmung gibt dass ist hervorragend und ich möchte mich persönlich auch bei Präsident Franz Titschenbacher, Vizepräsidentin Maria Pein und Agrarlandesrat Hans Seitinger bedanken die sehr viel für die Obersteiermark gemacht haben. Wir haben letztendlich eine gute Ernte eingefahren. Es tut mir sehr leid, dass die SPÖ-Bauern nicht mehr in der Bezirkskammer vertreten sind, aber dazu hat die SPÖ-Landestag-Entscheidung, die Forststraßen generell zu öffnen, beigetragen.“
 
ÖVP-Bezirksparteiobmann LAbg. Bgm. Hermann Hartleb:
 
„Generell ist dieses Ergebnis für den Steirischen Bauernbund sehr gut und wir in der ÖVP-Bezirksparteileitung sind natürlich sehr stolz darauf. Es war ja keine leichte Ausgangssituation wenn man bedenkt, dass es bisher mit Judenburg und Knittelfeld zwei Bezirkskammern gegeben hat. Der Bauernbund wurde zusammengeführt und es hat mit Leonhard Madl einen Spitzenkandidaten gegeben dem es gelungen ist ein gemeinsames und geschlossenes Murtal-Team welches für die Bäuerinnen und Bauern in unserer Region aktiv ist aufzustellen. Wenn man von 15 möglichen Mandaten 13 erreicht bestätigt das Wahlergebnis, dass sich die Geschlossenheit innerhalb des Bauernbundes ausbezahlt hat.“
 
Ergebnisse aller Bezirkskammern:

 
Deutschlandsberg: STBB: 69,73 % (11 Mandate), SPÖ: 10,08 % (1 Mandat), UBV: 7,78 % (1 Mandat), FPÖ: 12,41% (2 Mandate).
 
Graz und Umgebung: STBB: 67,31 % (12 Mandate), SPÖ: 8,07 % (1 Mandat), UBV: 10,38 % (1 Mandat), FPÖ: 10,23 % (1 Mandat), GRÜNE: 4,0 % (0 Mandate).
 
Leibnitz: STBB: 70,40 % (11 Mandate), SPÖ: 7,14 % (1 Mandat), UBV: 7,51 % (1 Mandat), FPÖ: 12,57 % (2 Mandate), GRÜNE: 2,37 % (0 Mandate).
 
Leoben: STBB: 74,45 % (12 Mandate), SPÖ: 6,56 % (1 Mandat), UBV: 8,40 % (1 Mandat), FPÖ: 10,59 % (1 Mandat).
 
Liezen: STBB: 64,74 % (10 Mandate), SPÖ: 7,26 % (1 Mandat), UBV: 18,42 % (3 Mandate), FPÖ: 9,58 % (1 Mandat).
 
Murau: STBB: 72,53 % (11 Mandate), SPÖ: 6,48 % (1 Mandat), UBV: 8,40 % (1 Mandat), FPÖ: 12,58 % (2 Mandate).
 
Voitsberg: STBB: 70,13 % (12 Mandate), SPÖ: 12,79 % (2 Mandate), UBV: 5,59 % (0 Mandate), FPÖ: 11,49 % (1 Mandat).
 
Weiz: STBB: 66,68 % (11 Mandate), SPÖ: 6,14 % (1 Mandat), UBV: 11,40 % (1 Mandat), FPÖ: 12,41 % (2 Mandate), GRÜNE: 3,37 % (0 Mandate).
 
Bruck-Mürzzuschlag: STBB: 76,10 % (12 Mandate), SPÖ: 6,59 % (1 Mandat), UBV: 8,34 % (1 Mandat), FPÖ: 9,36 % (1 Mandat).
 
Hartberg-Fürstenfeld: STBB: 76,47 % (13 Mandate), SPÖ: 4,24 % (0 Mandate), UBV: 4,81 % (0 Mandate), FPÖ: 11,20 % (2 Mandate), GRÜNE: 3,29 % (0 Mandate).
 
Südoststeiermark: STBB: 67,41 % (11 Mandate), SPÖ: 6,59 % (1 Mandat), UBV: 5,73 % (1 Mandat), FPÖ: 16,10 % (2 Mandate), GRÜNE: 4,17 % (0 Mandate).
 
Ergebnisse Landeskammer: Bauernbund 69,71% (-6,75%) und 30 Mandate (-2) in der Landeskammer. Die SPÖ erreichte 6,75% der Stimmen, das entspricht einer Veränderung von -3,37% und schaffte den Einzug nicht. Ausschlaggebend war nach ersten Umfragen der Beschluss der SPÖ, den Eigentumseingriff durch die Öffnung der Forststraßen in das Parteiprogramm aufzunehmen. Die Freiheitliche Bauernschaft schaffte mit 12,10% (+6,85%) den Einzug in die Kammervollversammlung. Sie ziehen mit fünf Mandaten in die Kammervollversammlung ein. Der Unabhängige Bauernverband (UBV) erreichte mit 8,53% 4 Mandate und die Grünen scheiterten mit 2,91% deutlich am Einzug in die Kammervollversammlung.
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