ÖVP St. Georgen ob Judenburg: Ein Fest für alle

Hoffeste sind generell gut besucht. Das Hoffest bei der Familie Steiner vulgo Nussmoar hat die kühnsten Erwartungen übertroffen: Drei große Wiesen waren zugeparkt, im Hof und in den Nebengebäuden saßen dichtgedrängt die Gäste. Selbst Pfarrer Rudolf Rappel kam für die Andacht bei der hauseigenen Marienkapelle mit zweifacher Verstärkung, nämlich Vikar Barnabe Nziranziza und Diakon Walter Steinwidder. Ein Ensemble des Musikvereines Scheiben St. Georgen  hat die Andacht musikalisch mitgestaltet. Steinwidder segnete die 70 Kühe, vier Schweine, vier Pferde, Hühner, Katzen und einen Raben, die es am Hof ohnehin gut getroffen haben. „Tiere brauchen wie Menschen Zuwendung und Zärtlichkeit“, so Pfarrer Rappel. Am Hof Nussmoar  haben. sie es  gut.  Die Familie Johann und Karin  Steiner wurden für ihre Sorge um das Tierwohl  schon vor Jahren  ausgezeichnet. Namens seiner Familie hieß Johann Steiner alle  Gäste willkommen, so auch Bürgermeister Hermann Hartleb, Nationalrat Andreas Kühberger, Landwirtschaftskammerobmann Michael Puster, Bürgermeister der Nachbargemeinden und den Judenburger Stadtrat Andreas Brugger.  Er stelle seine Familie vor und würdigte die Verdienste seiner Eltern. Vater Franz Steiner ist bereits verstorben. Er hat vor 50 Jahren mit seiner Frau Gudrun den Demetergedanken am Nussmoarhof realisiert. Gudrun Steiner bäckt das Brot, das übers Murtal hinaus beliebt ist. Der Familienbetrieb ist Selbstvermarkter ihrer Demeter-Produkte.  Johann Steiner ist  Gast-, Land- und Energiewirt, er hat eine eigene Säge und Tischlerwerkstatt. Er bringt sich als Vizebürgermeister für seine Gemeinde ein. Bürgermeister Hartleb: „Sein Vater war stolz auf seinen Sohn.“ Und Johann Steiner ist auch stolz auf seine Familie wozu drei Kinder gehören. Am Morgen des Festes hat eine Kuh ein Kalb zur Welt gebracht, somit sich der Viehbestand auf 71 erhöht hat.

Auf dem Programm standen die Ehrung langjähriger Mitglieder des Bauernbundes, Unterhaltungsmusik einer Gruppe aus Ligist, eine Kinderhupfburg aus Strohballen, eine Traktor-Oldtimerparade, Anstich eines Steiner-Mostfasses, Kulinarik und Getränke vom Feinsten, es gab auch Eis und  wer wollte, konnte  bei einer Euterattrappe versuchen zu melken. Die Vorbereitungen für ein so großes Fest hat viel Zeit und Mühe in Anspruch genommen. „Wir haben das gerne gemacht“, so Karin Steiner. Wie gut, dass der letzte Zipfel des Sommerwetters noch gereicht hat, dass die Gäste  auch alles  genießen konnten.

 

 

Gertrude Oblak