Kolar/Hartleb/Steinwidder: „Die drohende Reduktion der Facharztpraxen für Urologie nehmen wir nicht widerstandslos hin!“

Nach der pensionsbedingten Schließung der Urologie-Facharztpraxis von Dr. med. Roland Mölzer in Judenburg droht die generelle Einsparung dieser Planstelle. Dementsprechend könnten für die Bezirke Murau und Murtal ab sofort nur mehr zwei anstatt bisher drei Urologie-Vertragsfachärzte zur Verfügung stehen. Jedenfalls sieht dies der aktuelle Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) mit Planungshorizont 2020 für die Versorgungsregion 66 (Bezirke Murau, Murtal) vor. Aus den RSG-Detailberechnungen geht hervor, dass die Planstelle in Judenburg eingespart werden soll und in den bisherigen Gesprächen hat die steirische Ärztekammer auch keine gegenteilige Meinung vertreten. Über dieses Vorgehen der Steirischen Gebietskrankenkasse sind die regionalen Abgeordneten Gabriele Kolar (SPÖ) und Hermann Hartleb (ÖVP), sowie der Obmann der Regionalstelle Murtal der Wirtschaftskammer Steiermark Norbert Steinwidder empört und haben eine gemeinsame regionale Offensive für eine Nachbesetzung der Planstelle in Judenburg gestartet.

LAbg. Vzbgm. Gabriele Kolar: “Die Reduktion der Facharztpraxen für Urologie von drei auf zwei Planstellen in der Region Obersteiermark West (Bezirke Murau und Murtal) wird von uns regionalen Abgeordneten nicht widerstandslos hingenommen. Gleichzeitig führen die Verantwortungsträger der Stadtgemeinde Judenburg seit Wochen Gespräche mit der Ärztekammer und der Steirischen Gebietskrankenkasse um die ärztliche Versorgung der Bevölkerung im Murtal weiter wie bisher zu gewährleisten.“

LAbg. Bgm. Hermann Hartleb: „Zwei Urologie-Fachärzte für mehr als 100.000 Einwohner in den Bezirken Murau und Murtal sind nicht zumutbar. Trotz der ständigen und wichtigen Aufforderungen Prostata-Vorsorgeuntersuchungen vorzunehmen verschlechtert sich im ländlichen Raum die fachärztliche Versorgung. Die Zuteilung in den Bezirken richtet sich seitens der Ärztekammer und Gebietskrankenkasse nach der Bevölkerungsanzahl. Leider nicht berücksichtigt werden die Entfernungen die vor allem im ländlichen Raum eine viel größere Rolle spielen. Das ist ein Zustand den ich nicht hinnehmen kann. Es kann nämlich nicht sein, dass der Knittelfelder nach Murau oder umgekehrt zum Urologen fahren muss. Ich fordere die Gebietskrankenkasse und Ärztekammer daher auf, die Zuteilung der Fachärzte neu zu überdenken und die Stelle in Judenburg wieder zu besetzen.“

Norbert Steinwidder (Obmann der WK-Regionalstelle Murtal): „Es ist sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber unzumutbar, eine Strecke von Murau bis Knittelfeld zurücklegen zu müssen (Zeitfaktor, Kosten) um einen Urologenbesuch machen zu können. Erfreulicherweise wird sehr viel Werbung für Prostata-Vorsorgeuntersuchungen finanziert, wenn aber die Rahmenbedingungen hinsichtlich Erreichbarkeit des Arztes, Wartezeiten auf Termine und die Zumutbarkeit der Strecke nicht gegeben sind kann dieses Angebot nicht angenommen werden. Um lange Dienstfreistellungen für einen Arztbesuch zu vermeiden und unzumutbare Kosten zu verhindern fordere ich dringlichst die Nachbesetzung der Urologenplanstelle in Judenburg.“

Informationen:

LAbg. Vzbgm. Gabriele Kolar (0664/1109090)

LAbg. Bgm. Hermann Hartleb (0664/3577183) –

Norbert Steinwidder (0664/1824427)

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