Edle Steine in Hülle und Fülle: An der Oberzeiringer Mineralienbörse gibt’s keinen Kursrutsch

Einen Kursrutsch wie an internationalen Handelsplätzen gibt es bei der Mineralienbörse in Oberzeiring nicht. Spekulanten fänden hier auch keinen fruchtbaren Boden, denn wer hier Handel treibt, ist noch „erdverbunden“. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn ein Großteil der Mineralien und edlen Steine entstammt heimischen Gegenden. Und oft ist es erst die fachkundige Bearbeitung, die den wahren Glanz dieser Fundstücke ausmacht.

Jedenfalls steckt viel Leidenschaft hinter diesem Hobby, das die Mitglieder des Vereines der Judenburger Mineraliensammler unter der Leitung von Obmann Manfred Lieb alljährlich ins Oberzeiringer Handwerkshaus führt, um hier mit ihren Exponaten zu „glänzen“. Den neben einem tollen „Sightseeing“ wird dem Publikum auch ausführlich Information geboten, Information, die sich die Aussteller selbst in etlichen Fachvorträgen während des gesamten Jahres holen. Zu hochinteressanten Themen übrigens: Über die große Bergkristallkluft im Permafrost der Glocknerwand referierte über Einladung des Judenburger Vereines erst kürzlich der Grazer Universitätsprofessor Franz Walter und zur Frage, ob Metalle der Seltenen Erden das Gold der Zukunft seien, nahm der Fohnsdorfer Montanexperte Hans Jörg Köstler Stellung. Man muß also schon mit Wissen aufmunitioniert sein, um professionelle Antworten auf die vielen Fragen der Börsenbesucher geben zu können. Unter ihnen auch Labg. Hermann Hartleb, der mit den Bürgermeistern von Oberzeiring und Pusterwald, Alois Mayer und Julius Koini einen Abstecher in die Mineralien-Welt unternahm, die sich den Gästen nicht nur im Oberzeiringer Handwerkshaus sondern auch in dessen Hof eröffnete. „Für Oberzeiring stellt dieses jährliche Treffen vieler Mineraliensammler ein wichtiges sommerliches Highlight dar, das an die bedeutende bergmännische Geschichte unseres Ortes erinnern soll“, freute sich Bürgermeister Alois Mayer. Wer übrigens beim „Mineralienschmöckern“ nicht fündig wurde, der konnte sich einen Zeiringer Pfennig am originalen Münzstock prägen.

Waldhuber

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