Murtaler Jägerschaft plant Außergewöhnliches: Der 25. Oktober wird ein großer „Tag der Jagd“

„Jagdfestival“ in Seckau: Außergewöhnliches plant die Murtaler Jägerschaft für einen großen Auftritt am 25.Oktober 2014 in der obersteirischen Benediktinergemeinde. Erstmals wird ein ganzer Tag im Blickpunkt der Murtaler Jagd stehen, das heimische Weidmannsleben soll in all seinen Facetten der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dass man dabei über tausend Gäste erwartet, lässt jetzt schon einen gewissen Organisationsdruck entstehen, verriet Bezirksjägerin Gudrun Lippacher bei dem am vergangenen Wochenende abgehaltenen Murtaler Bezirksjägertag in der Kobenzer Zechnerhalle. Auch Jägerboss Jörg Regner setzt große Erwartungen in diese Präsentation, die zu einer weiteren Verbesserung des Kontaktes von Jägerschaft zu Bevölkerung führen soll.

Das weidmännische Leben im Bezirk Murtal mit 296 Eigen- und 83 Gemeindejagden bei einer Gesamtreviergröße von nahez 168.000 Hektar ist durchaus nicht sorgenfrei.

„Wir machen uns große Gedanken über die Entwicklung des Gamswildes“, so Bezirksjägermeister Jörg Regner. Man habe es hier zwar mit einer überregionalen Erscheinung zu tun, müsse sich damit trotzdem aber auch im Murtal auseinandersetzen. Die Halbierung des Gamswildbestandes in der Steiermark innerhalb der letzten zehn Jahre stimme nachdenklich, daher müsse man mit allem Nachdruck der Frage nachgehen, welche negativen Einflüsse auf das Gamswild wirkten.

Konfrontiert werden die Weidmänner des Jagdbezirkes Murtal damit auch bei einem Blick auf die im vergangenen Jagdjahr getätigten Abschüsse. Beim Gamswild hat man eine Erfüllung von knapp 70 Prozent des festgesetzten Abschusses erreicht, beim Rehwild erreichte man eine Quote von 89 Prozent. Hier war ein Frühjahrswildbestand von 14.802 Stück gemeldet worden, Abschuss und Fallwild erbrachten einen Abgang von 5.835 Stück, deren Durchschnittgewicht mit knapp zwölf Kilogramm jedoch alarmierend sei.

Erfreulich haben sich die Abschußzahlen beim Rotwild mit knapp 107 Prozent des festgesetzten Abschusses gestaltet: „Hier sollte jedoch zugunsten der Ernteklasse in der Mittelklasse mehr gespart werden“, kommentierte Regner das Ergebnis.

Zur erlegten Strecke des vergangenen Jagdjahres gehören wie immer auch außergewöhnlichere Trophäen und dazu gab es für die Jägerschaft ein kräftiges Waidmannsheil seitens von BPO LAbg. Bgm. Hermann Hartleb und gf. BPO Bgm. Ing. Bruno Aschenbrenner: Stein-, Schwarz und Muffelwild, 66 Auer- und Birkhahnen, 77 Murmeltiere, 20 Haselhahnen, jede Menge Feldhasen und Füchse, Wildenten, über 130 Edel- und Steinmarder sowie 160 Krähen.

Waldhuber

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